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Es gibt genaue Kriterien, die vorliegen müssen, damit die Diagnose einer
Binge-Eating-Störung gestellt werden kann:
- Wiederholte Episoden von "Fressanfällen“:
Eine Episode von "Fressanfällen ist durch die beiden folgenden Kriterien charakterisiert:
Essen einer Nahrungsmenge in einem abgrenzbaren Zeitraum (z.B. 2 Stunden), die definitiv größer ist als die meisten Menschen in einem ähnlichen Zeitraum unter ähnlichen Umständen essen würden.
Ein Gefühl des Kontrollverlustes über das Essen während der Episode (z.B. ein Gefühl, dass man mit dem Essen nicht aufhören kann bzw. nicht kontrollieren kann, was und wie viel man isst).
- Die Episoden von "Fressanfällen“ treten gemeinsam mit mindestens drei der folgenden Symptome auf:
wesentlich schneller essen als normal,
essen bis zu einem unangenehmen Völlegefühl,
essen großer Nahrungsmengen, wenn man sich körperlich nicht hungrig fühlt,
Alleine essen aus Verlegenheit über die Menge, die man isst,
Ekelgefühle gegenüber sich selbst, Deprimiertheit oder große Schuldgefühle nach dem übermäßigen Essen.
- Es besteht ein deutliches Leiden wegen der "Fressanfälle“.
- Die "Fressanfälle“ treten im Durchschnitt an mindestens 2 Tagen in der Woche für 6 Monate auf.
- Die "Fressanfälle“ gehen nicht mit dem regelmäßigen Einsatz von unangemessenen kompensatorischen Verhaltensweisen einher (gegenregulatorische Maßnahmen), und sie treten nicht ausschließlich im Verlauf einer Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa auf.
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