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Es gibt genaue Kriterien, die vorliegen müssen, damit eine Bulimia nervosa diagnostiziert werden kann:

  • Wiederholte Episoden von "Fressattaken".
    Eine "Fressattacken“-Episode ist gekennzeichnet durch beide folgenden Merkmale:
     
    Verzehr einer Nahrungsmenge in einem bestimmten Zeitraum (z.B. innerhalb eines Zeitraumes von 2 Stunden), wobei diese Nahrungsmenge erheblich größer ist, als die Menge, die die meisten Menschen in einem vergleichbaren Zeitraum und unter vergleichbaren Bedingungen essen würden.
     
    Das Gefühl, während der Episode die Kontrolle über das Essverhalten zu verlieren (z.B. das Gefühl, weder mit dem Essen aufhören zu können, noch Kontrolle über Art und Menge der Nahrung zu haben).
     
  • Wiederholte Anwendung von unangemessenen, einer Gewichtszunahme gegensteuernden Maßnahmen, wie z.B. selbstinduziertes Erbrechen, Missbrauch von Laxantien, Diuretika, Klistiere oder anderen Arzneimitteln, Fasten oder übermäßige körperliche Betätigung.
  • Die "Fressattacken“ und das unangemessene Kompensationsverhalten kommen drei Monate lang im Durchschnitt mindestens zweimal pro Woche vor.
  • Figur und Körpergewicht haben einen übermäßigen Einfluss auf die Selbstbewertung.
  • Die Störung tritt nicht ausschließlich im Verlauf von Episoden einer Anorexia nervosa auf.

Bezüglich des Bulimietyps unterscheidet man zwei Subtypen:

"Purging“-Typus
Die Person induziert während der aktuellen Episode der Bulimia Nervosa regelmäßig Erbrechen oder missbraucht Laxantien, Diuretika, Klistiere oder Insulininjektionen.

"Nicht-Purging“Typus
Die Person hat während der aktuellen Episode der Bulimia nervosa andere unangemessene, einer Gewichtszunahme gegensteuernde Maßnahmen gezeigt wie beispielsweise Fasten oder übermäßige körperliche Betätigung, hat aber nicht regelmäßig Erbrechen induziert oder Laxantien, Diuretika oder Klistiere missbraucht.
 

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